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Spendenaufruf

Liebe ehemalige Señoritas und Jovenes des Colegio Ave Maria,

Die meisten von Euch kennen uns wahrscheinlich nicht, wir sind Lena, Veronika und Caroline und waren im Jahr 2015/2016 Freiwillige im Colegio.

Wir schreiben Euch auf Bitte von Schwester Christine, weil dringend gehandelt werden muss, und wir hoffen, dass Ihr mitmacht. Die Schwestern freuen sich über jede Initiative.

Das Colegio Ave María ist in großer Gefahr. Die bolivianische Regierung hat in den letzten Jahren immer neue Gesetze zu Privatschulen erlassen. Dadurch wird es extrem schwierig, das Colegio in der jetzigen Form aufrecht zu erhalten. Während auf der einen Seite die Erhöhung der Schulgebühren auf 4 - 4,5 % begrenzt wurde, mussten auf der anderen immer höhere Gehälter an die Lehrerinnen und sonstigen Angestellten gezahlt werden: jährlich 8 - 10 % zusätzlich. Außerdem gibt es seit 2014 ein gesetzlich festgelegtes doppeltes Weihnachtsgeld, d. h. ein Bruttogehalt zusätzlich; und bei Kündigungen sind immer größere Summen für Abfindungen fällig.

Aufgrund dieser Gesetze ist es für die Schwestern nur mit Hilfe von außen möglich, ein weiteres Schuljahr zu finanzieren. Um sie in gute Hände zu übergeben, brauchen sie vor allem Zeit, aber dabei wächst das Defizit mit jedem Monat, weil die jetzigen Spenden nicht ausreichen, die Lücke zwischen Kosten und Einnahmen zu schließen. Der Wunsch der Schwestern ist es, ein weiteres Schuljahr irgendwie zu ermöglichen. Ihnen war schon lange bewusst, dass es die Schule unter der Leitung von Schwester Christine nicht mehr ewig geben würde, da es schlicht nicht genug Nachwuchs im Konvent gibt. Sie möchten daher im Schuljahr 2018 einen anderen Konvent oder eine andere Organisation finden, die die Schule übernehmen und möglichst in ihrer jetzigen Form erhalten kann. Der Generalabt und auch der deutsche Botschafter arbeiten mit Schwester Christine zusammen, um geeignete Nachfolger zu finden, die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Die Frage ist also, wie man Zeit gewinnen kann, und hier kommt Ihr ins Spiel. Wir können nur für uns sprechen, aber das Colegio ist unser zweites Zuhause, es ist ein Ort, der uns geprägt und zu den Menschen gemacht hat, die wir sind und sein möchten. Wir verdanken den Schwestern und dem Jahr, das wir dort verbracht haben, mehr, als wir je zurückzahlen könnten. Wir möchte also wenigstens versuchen, so viel zurückzugeben wie möglich.

Die Schwestern haben Rücklagen in Seligenthal und nehmen auch durch die Schulgelder etwas Geld ein. Trotzdem fehlen noch 500 000 Euro, damit das nächste Schuljahr abgesichert und der Übergang möglich wird. Das mag viel klingen, aber auch der Generalabt und verschiedene andere Teile der familia avemariana tun ihr Bestes, um das Geld aufzutreiben. Außerdem ist die Summe schon sehr viel kleiner, wenn man sich bewusst macht, dass nur 5000 Menschen 100 Euro spenden müssten, um die Schule ein weiteres Jahr zu erhalten.

Es gibt zwar keine 5000 Señoritas und Jovenes, aber wir als Señoritas und Jovenes haben auf jeden Fall eine so große, wenn nicht eine viel größere Reichweite. Daher unsere Bitte und die der Schwestern: Spendet selbst und/oder fragt jeden, den Ihr kennt, ob er etwas Geld an die Schule geben kann. Jeder Euro hilft. Vielleicht kennen Eure Eltern/Verwandten/Ihr selbst auch Menschen in Stiftungen, die Geld geben könnten?

500 000 Euro sind nicht viel Geld für 30 Generationen von Señoritas! Dies ist keine von den Situationen im Leben, wo man sich machtlos fühlen muss, hier kann man wirklich noch etwas tun und es wäre fatal, wenn wir es nicht tun könnten. Todo se puede!
Falls ihr Fragen habt, schreibt uns einfach an lena.strobel@live.de, anlanger.veronika@web.de oder an s.c.Caro@web.de. Die Schwestern sind natürlich gerade sehr beschäftigt, tun aber bestimmt auch ihr Bestes, Euch bei wichtigen Fragen zu antworten. Die Spendenkonten sind auf der Website des Colegio angegeben unter http://colegio-avemaria.de/spenden/index.html.


Wir senden Euch allen herzliche Grüße aus Freiburg und von den Schwestern aus La Paz,

Eure Lena Strobel, Veronika Langer und Caroline Schaeffer